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Osteopathie.

Die Osteopathie ist eine Diagnose- und Therapieform, die auf den Wundarzt Andrew Taylor Still (6.08. 1828 – 12.12. 1917) zurückgeht, der im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts eine neue Art ärztlichen Handelns suchte.

Die Osteopathie geht, wie alle ganzheitlichen Therapieformen, vom Kriterium des Individualismus aus – das ist der Grund dafür, dass zwei Patienten mit dem gleichen klinischen Befund nicht die gleiche Behandlung erfahren.

Leitsymptome der Osteopathie sind Motilität und Spannung, die für den Osteopathen eine Einheit bilden. Bei der Überprüfung der Motilität wird die Eigenaktivität des Gewebes untersucht – sie ist die Summe allen in einem Gewebe stattfindenden Aktivitäten: arterieller und venöser Puls, Atmung, Lymphstrom, Kontraktion und Relaxation der Muskelfasern, Eigenaktivität der Faszien, u. a.

Bei der Spannungsprüfung werden unterschiedliche Qualitäten wahrgenommen, die den Befunden bei unterschiedlichen Graden von Funktionsstörungen im Gewebe entsprechen.

Andrew T. Still stellte fest, dass jede Behinderung nervaler und vaskulärer Strukturen und jede Bewegungseinschränkung und erhöhte Spannung vom Gewebe, die Grundlage für eine Krankheitsentstehung bildet. Durch Auflösen dieser Störungen war er in der Lage, auch in weiter entfernten Körperbereichen, Funktionsstörungen zu verbessern bzw. zu beheben.
Die Osteopathie beschäftigt sich mit der manuellen Diagnostik und Therapie von Fehlfunktionen und Strukturveränderungen am Bewegungsapparat, den inneren Organen und des Gefäß- und Nervensystems. Sie ist eine ganzheitliche Therapie, in deren Mittelpunkt die Selbstheilungskräfte des Patienten stehen, die der osteopathisch arbeitende Therapeut anregt.

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